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Auf der anderen seite
Ich stehe genau auf der anderen seite, ich bin nicht das Opfer ich bin der Täter, ist zwar etliche Jahre her, 23 an der Zahl, für mich ist es immer noch als wär es Gestern gewesen. Nur zu gut weiss ich noch wie ich mich gefühlt habe, nachdem ich gesehen hab was ich angerichtet habe, ich hatte glück, deren größe gar nicht zu beschreiben ist, ob man es sagen kann weiss ich jetzt nicht auf jeden fall zu Tode kam Gott sei Dank niemand, doch bin ich der meinung auch jeder Verletzte ist einer zu viel.

Vieles kann ich nachvollziehen, man ist Jung, die Welt steht einem zu füßen, man arbeitet, man genießt das Leben, man hat spaß und und und, lange begleitet einem das Glück ja auch, doch irgendwann sind die Schutzengel eben zu langsam und es kommt was früher oder später kommen muss. Niemand kann und sollte behaupten man hätte es mit absicht gemacht, niemand würde sich ans Steuer setzen wenn er wüsste was passieren wird, doch auch niemend denkt daran dass es passieren könnte, warum den auch, ist ja bis heute gut gegangen, aber eben nur bis heute.

Ich will keinen damit vertrösten, ein Unfall mit Verletzten oder noch schlimmer ist nicht tolerierbar und fertig aber es passiert eben mal und es trifft immer den Unschuldigen, denjenigen der nichts beeinflussen kann, aber es passiert eben. Heute so wie auch damals wäre ich auch nicht gefahren hätte ich gewußt oder auch nur erahnt es könnte schlimme folgen haben so wie ich es sicher bin jeder von sich behaupten kann, alles andere wäre nicht Menschlich, aber wer realisiert in den Moment denn sowas, ist ja eben bis heute immer gut gegangen. Heute gibt es genug Leute die sich für eine Fahrgemeinschaft entscheiden oder sich ein Taxi bestellen um nach Hause zu kommen weil sie wissen dass sie nicht mehr ans Steuer sollten aus welchen grund auch immer aber sie tun es, aber eben noch nicht alle und wenn es nur mehr einer sein wird, der eine wird auch zu viel sein. Der eine wird auch noch irgend eine Tragödie anstellen können. Dass es den Opfern und Hinterblibenen wenig tröstet ist mir klar, doch es sollte auch ein danach geben, Reue und Entschuldigungen sind bestimmt fehl am Platz, was zählt sind Taten, Änderungen, Einsichten, als Täter ist man sich der Schuld sehr wohl bewusst und dass einzige womit man sich und der Situation gegenüber stehen kann ist nun mal sagen zu können mir Passiert sowas nicht nochmal und das verlangt von einem eben eine veränderungen im Leben, ich hab sie gemacht. Mir ist es nach den Unfall auch lange nicht gut gegangen, stand alleine da, meine Familie stand nicht unbedingt hinter mir, es war ja zum schämen im Dorf, alle zeigten zwar nur mit dem Blick aber es war wie der Ausgestreckte Zeigefinger, Gewichtsabnahme, Gallenkoliken, Gallenblasenentzündung mit OP mit 23 Jahre, alles folgen der inneren zerstörtheit. Mit dem fakt " ich hab gefeiert und jetzt sind 4 Unschuldige Personen davon 2 Kleinkinder im Krankenhaus, werden wahrscheinlich bleibende Schäden davon tragen ein Leben lang" konnte ich lange nicht fertig werden, werde ich wohl nie werden, im hintergedanken hab ich die Bilder immer noch, die Zeitungsausschnitte liegen heute noch verschweisst in der Schublade in meinem Nachtkasten, es soll mich nicht ständig daran errinnern, aber sie werden mich immer begleiten egal wohin ich hinziehe,sie sind die unsichtbare Narbe auf meiner Seele, nur zu gerne wüsste ich wie es den 4 Heute geht, doch was ist wenn es Ihnen nicht so gut geht wie werde ich dann damit wohl fertig werden. Es rauschelt heute noch über meinen rücken wie damals. Eines kann ich jedoch sagen, es geht auch ohne Alkohol und es ist auch ganz einfach. Mir ist im Leben nichts leichter gefallen als die Trinkerei zu lassen, das war mir ein Tag danach schon klar, bekräftigt wurde das ganze bei einem Telefongespräch mit der Mutter der Kinder " der einzige" kurze Zeit nach dem Unfall, Sie zeigte sehr wohl verständniss dafür und Ihr war klar dass ich es auch nicht rückgängig machen konnte, Ihr war es ein großes Anligen, und ich sollte es Ihr auch versprechen "nie wieder Betrunken zu fahren" mir war nicht zumute darauf mit Worten zu Antworten, sehr wohl mit taten und so ist es heute noch, ich habe seit dem Tag keinen tropfen mehr getrunken, es kam 2 mal vor dass ein Kellner sich verhört oder vertan hatte an den Fläschchen und mir anstatt einen Alkoholfreien Sanbitter einen Campari Soda aufgeschenkt, beide durften- mussten Ihn mir austauschen, man riecht den Unterschied.

Was hätte ich damals gegeben um das ganze rückgängig zu machen, was wohl geopfert, nichts konnte ich rückgängig machen, nichts konnte ich Opfern, das einzige was ich machen konnte und heute immer noch mache ist eben kein Alkohol zu trinken, aus den einfachen grund ich hab darin meine ruhe gefunden und ja ich kann sagen es geht auch ohne. Ab und zu gab es einen der nicht akzeptieren wollte dass ich kein Alkohol trinke, auch für den hatte ich genug verständniss, woher sollte den derjenge wissen wie mein Weg bis dahin war wenn er ihn nicht mit mir gegangen ist...

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